3.Zug

ABC - Zug
Der 3. Zug - ABC-Zug - besteht heute aus einem Zugtrupp, einer Dekongruppe "P/G" und einer Messgruppe. Die Sollstärke des Zuges beträgt 42 Helfer. 

Der Zugtrupp
Der Zugtrupp ist die Schnittstelle zwischen Bereitschaftsführer bzw. Einsatzleitung und seinem Zug. Als ELW steht dem Zugtrupp ein VW-181 (Kübel) zur Verfügung.
Für die Führung des Zuges sind die Zugführer und der Zugtruppführer (Zugführer Stellvertreter) verantwortlich. Weitere Besatzung sind ein Funker und ein Fahrer.
Der Zugtrupp ist mit allen notwendigen Führungsmitteln ausgestattet, um einen Einsatz in Zug-Größe zu koordinieren.

Die Erkundungsgruppe
Die Erkundungsgruppe ist vollständig ausgestattet, um eigenständig Spür- und Messaufgaben im Bereich chemischer und atomarer Gefahren (A und C) durch- zuführen. Je nach Schadenslage werden diese Einsätze am Schadensobjekt oder
im Umfeld durchgeführt.
Der Gruppe stehen zwei Fahrzeuge zur Verfügung. Ein Messbus ist in
Northeim (Mess NOM) stationiert, der zweite in  Bad Gandersheim (Mess GAN).
Durch die dezentrale Anordnung der Fahrzeuge ist es den Kameraden aus Bad Gandersheim in ihrem Bereich möglich, Erstmassnahmen zu ergreifen. (Ein
weiteres dezentrales Fahrzeug befindet sich in Uslar. Es ist dem 2. Zug unterstellt.)
Im Bedarfsfall kann die Messgruppe auf einen Bus mit Messausrüstung der Dekongruppe zurückgreifen. Dieser verfügt ebenfalls über eine komplette Ausstattung.

Die Dekongruppe
Die Hauptaufgabe der Dekongruppe ist die Dekontaminierung (Entgiftung) der eingesetzten Kräfte, die unter Vollschutz an der Schadensstelle mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen sind.
Aber auch bei Einsätzen zur Unterstützung des 1. Zuges wird die Dekongruppe eingesetzt. Durch die Schnell-Einsatz-Zelte ist die Gruppe in der Lage, sehr schnell Umkleidemöglichkeiten zu schaffen. Gerade bei kühleren Temperaturen ist hier durch die Möglichkeit der Warmwasserbereitung vor Ort eine mobile Dusch- und Aufwärmmöglichkeit geschaffen worden, die einen gewissen Komfort bei Taucheinsätzen erreicht.
An Fahrzeugen stehen der Dekongruppe ein Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug (DMF), ein Gerätewagen Dekon (GW-Dekon) sowie ein VW-Bus (MTW) zur Verfügung.
Spezielle Einsatzmöglichkeiten des DMF sind u. a.:

  • Ausbringen von Chemikalien oder Bindemitteln über
    größere Flächen
  • Ausbringen von Desinfektionsmitteln
  • Schnelleinsätze mit Wasser oder Schaum
    (1500 Liter Wasser an Bord)
  • Trinkwasserversorgung in Notfällen
 
  Die wichtigsten
  Aufgaben in Kürze:
  • Dekontamination von
    Personen
  • Dekontamination von
    Geräten
  • Erkunden und melden
    von chemischen
    Stoffen
  • Erkunden und melden
    von radioaktiven
    Stoffen
  • Dekontamination von
    Flächen, Strassen und
    Wegen
  • Markieren und über-
    wachen kontaminierter
    Gebiete
  • Verlegen von
    Auffangsperren für
    wassergefährdende
    Stoffe
  • Löschwasserrück-
    haltung
  • Beseitigung von
    gebundenen
    wassergefährdenden
    Stoffen
  • Bereitstellung von
    Rettungszelten
  • Atemschutzreserve
  • Hilfeleistungen

Weitere wichtige Aufgaben des gesamten Zuges ist der Einsatz der Schlauchsperre. Die Schlauchsperre ist ein chemikalienbeständiger Doppelkammerschlauch, der sich durch eine hohe Beständigkeit gegen agressive Stoffe auszeichnet. Durch seine hohe Flexibilität lässt er sich auch an unzulänglichen Stellen gut einsetzen. Hier kommt in erster Linie das Rückhalten von gefährlichen Stoffen und die Eindämmung von kontaminierten Löschwasser in Betracht. Durch die Belüftung
der größeren Schlauchkammer mit Luft wird die Sperre schwimmfähig. Wird nun die kleinere mit Wasser gefüllt, taucht sie ca. 18 cm tief in das Wasser ein. Damit ist sie hervorragend für Einsätze auf Gewässern zur Ölschadensbekämpfung geeignet.
Aber auch als Hochwasserschutz war die Schlauchsperre schon im Einsatz. Hier spielt vor allem der Zeitvorteil eine große Rolle. Bei einer Schlauchlänge von 150 Metern ist die Sperre, rund ausgelegt, als Auffangbecken einsetzbar, z. B. zum Eindämmen eines undichten Kesselwagens oder Industrietanks. Die Auffangmenge beträgt hier (theoretisch) 23.000 Liter.

Zur Ausrüstung gehören noch zwei aufblasbare Rettungszelte mit einer Grundfläche von 4m x 4m. Die Zelte sind in weniger als einer Minute aufgestellt. Durch den schnellen Einsatz ist hier u. a. die Möglichkeit gegeben, bei größeren Schadensereignissen beispielsweise Verletzte unterzubringen.
Die Zelte und auch die Schlauchsperre sind einzeln alarmierbar.

 

3.Zug Fahrzeuggliederung

Zu weiteren Informationen Fahrzeuge anklicken!

Zugtrupp

balksenk.jpg (649 Byte)

balksenk.jpg (649 Byte)

Kübel
ELW  1

Dekongruppe
Messgruppe

MTW
MTW

GW-Mess Northeim
GW-Mess NOM

balksenk.jpg (649 Byte)

GW-Dekon
GW-Dekon

GW-Mess Gandersheim
GW-Mess GAN

DMF
DMF



 


Diese Seite wurde mit frontpag.gif (9866 Byte) erstellt.                   © Michael Rieger 07/2001